Philipp Amthor; Verwaltung; Behörden; Modernisierung
© Tobias Koch
SERIE: Jungpolitische Perspektiven

Sicher und mobil, für Smartphone und Tablet

Philipp Amthor unterstreicht die Bedeutung eines funktionierenden elektronischen Ausweises / Kurz-Interview

Der CDU-Abgeordnete Phillip Amthor ist das zweitjüngste Mitglied im Bundestag und gleichsam bereits einer der präsentesten Politiker rundum innenpolitische Fragen. Gegenüber „Verwaltung der Zukunft“ erklärt der 26-Jährige, dass es ihm mit Blick auf die öffentliche Verwaltung sowohl darum geht, den Bürgern nutzerfreundliche Services zur Verfügung zu stellen, als auch den Mitarbeitern gute Bedingungen zuteil werden zu lassen.

„Verwaltung der Zukunft“: Gibt es ein Amt, ein Ministerium oder eine andere Behörde, die sie an dieser Stelle einmal richtig loben möchten? Was gibt Ihnen Anlass dazu?

Amthor: Loben möchte ich vor allem das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat und seine nachgeordneten Behörden. Besonders möchte ich etwa die Bundespolizei hervorheben, die herausragende Arbeit leistet und Haltung zeigt: vom Bundespolizeipräsidenten bis hin etwa zu meiner Bundespolizeiinspektion in Pasewalk.

VdZ: Was haben Sie in den vergangenen Jahren in einer Verwaltung vielleicht erlebt, dass Sie geärgert hat und Grund zur Sorge gibt?

Amthor: Die Verwaltung bei mir zu Hause in Vorpommern leistet gute Arbeit und schreibt keine negativen Schlagzeilen wie etwa die Bürgerämter in Berlin. Darüber bin ich sehr froh!

VdZ: Was fällt Ihnen zuerst ein, wenn Sie an eine „Verwaltung mit Zukunft“ denken?

Amthor: Bei „Verwaltung mit Zukunft“ denke ich zuerst an die Schlagworte E-Government und digitalisierte Verwaltung. Aber auch die Verwaltung der Zukunft muss vor allem von Menschen gelebt werden. Daher brauchen wir in unserer öffentlichen Verwaltung gute Bedingungen für unsere Beamten und Angestellten.

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Damit digitale Verwaltung funktionieren kann, brauchen wir eine einfache und sichere Lösung für die elektronische Identifizierung für jedermann.

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VdZ: Wie wird sich die Verwaltungsarbeit in den nächsten fünf Jahren verändern?

Amthor: Im Innenausschuss gestalten wir die Veränderungen in eine positive Richtung: Ich denke etwa an die im Koalitionsvertrag verankerte Schaffung einer bürgernahen, digitalen Verwaltung, die möglichst alle Verwaltungsdienstleistungen elektronisch verfügbar macht oder an die Verankerung des Prinzips „Digital First“.

VdZ: Wo sehen Sie in der deutschen Verwaltungslandschaft den größten Nachholbedarf? Was ist aktuell die größte Herausforderung?

Amthor: Ich möchte erneut auf den Koalitionsvertrag zurückkommen: Damit digitale Verwaltung funktionieren kann, brauchen wir eine einfache und sichere Lösung für die elektronische Identifizierung für jedermann. Zwar gibt es bereits seit 2010 den elektronischen Personalausweis, doch noch nicht einmal drei Millionen Bürger haben die Funktion bisher genutzt. Damit der elektronische Personalausweis bei den Menschen ankommt, muss auch der Mensch im Mittelpunkt aller Überlegung der Technologielösungen stehen. Daher brauchen wir eine sichere und mobile Verwendungsmöglichkeit des elektronischen Ausweises auf für Smartphone und Tablet!

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