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SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Open Source: Brücken bauen für die Digitalisierung

Branche bündelt erfinderische Menschen, finanzkräftige Unternehmen und große Marken für neue Projekte

Der digitale Wandel offenbart eine Lücke zwischen Legacy-IT und innovativen Lösungen. Enterprise Open Source trägt Unternehmen über diesen Graben in das Zeitalter von Cloud, DevOps und Digitalisierung.
Achim Gebhardt
Achim Gebhardt ist verantwortlich für den Direktvertrieb bei SUSE in Deutschland.
© SUSE

Öffentlicher Sektor und Unternehmen jeder Größe befinden sich in einem rasanten Wandel, geprägt von neuen disruptiven Geschäftsmodellen, Services und Technologien. Im europäischen Vergleich belegt Deutschland nur den 14. Platz auf dem internationalen Digitalisierungsindex der Europäischen Kommission. Einer der fünf Indikatoren für diese Einstufung ist der „digitale öffentlicher Service“. Doch trotz dieses unbefriedigenden Platzes im Mittelfeld, haben heute viele deutsche Behörden und Unternehmen das Thema Digitalisierung hoch auf ihrer Agenda. Dennoch: die Digitalisierung in Deutschland verläuft schleppend.

Doch worin liegt das begründet – und wie lässt es sich ändern? Die digitale Transformation erfordert zunächst eine Umstellung der IT-Infrastruktur. Dies ist wesentlich leichter für Startups, die «auf der grünen Wiese» beginnen. Der Großteil der Behörden und  Unternehmen, ob Mittelstand oder Großindustrie betreibt seine IT allerdings bereits seit 20 oder gar 40 Jahren. Die Herausforderung besteht für sie daher in der Verbindung von alt und neu.

Das Fundament der Digitalisierung

Moderne Technologie basiert heute durchgehend auf Open Source. In der Open-Source-Community wird der Fortschrittswille gebündelt: erfinderische Menschen kommen mit finanzkräftigen Unternehmen und grossen Marken zusammen, um an bestehenden Projekten zu arbeiten und neue Projekte umzusetzen. Open Source bildet daher das Fundament und den Treibstoff der Digitalisierung. Lizenzkosten für Software entfallen und Open-Source-Lösungen sind zukunftssicherer als proprietäre Lösungen. Sie sind nicht an einen Anbieter gebunden, sondern werden von der Community und einer Vielzahl von Herstellern getragen und weiterentwickelt. Somit bleiben sie stets aktuell und auch in Zukunft verfügbar.

DevOps powered by Open Source

Es sind vor allem DevOps-Methoden, also das Zusammenwachsen von Entwicklung (Development) und Betrieb (Operations), die Organisationen jeder Art agiler machen. Gemeinsame Teams aus Entwicklern, Betriebsexperten und Qualitätskontrolle erleichtern die Kommunikation und machen Behörden flexibler. So müssen Entwickler sich etwa nicht länger selbst um ihre technische Infrastruktur kümmern, sondern können sich ganz auf innovative Ideen konzentrieren. Dazu benötigen sie jedoch spezialisierte Tools, die ebenfalls aus dem Open-Source-Umfeld stammen – denn dort wird seit Jahren bereits nach diesen Maximen entwickelt. Was viele Organisationen erst lernen müssen, kennen Linux-Anbieter daher schon lange – sie sind mit den DevOps-Prinzipien aufgewachsen und daher ein perfekter Ansprechpartner.

Brücke statt Lücke

Bei all den Vorteilen, die Open Source bietet, müssen Behörden und Unternehmen dennoch beachten, dass viele neue Open-Source-Projekte nicht per se darauf ausgelegt sind, mit Legacy-IT zusammenzuarbeiten. Neue Releases kommen im Monatstakt – mit diesem Tempo kann nicht jeder mithalten.

Wie aber kommen diese beiden Welten zusammen? Anbieter von Enterprise-Linux kennen diese Herausforderung. Sie haben es sich zu ihrer Aufgabe gemacht, die Lücke zwischen innovativen Open-Source-Lösungen und etablierten Systemen zu schließen. Dies gelingt, in dem die Anbieter zum einen eine enge Beziehung zur «quirligen» Welt der innovativen Open-Source-Entwickler pflegen, zum anderen aber die Anforderungen der Behörden und Unternehmen genau kennen und die Software daraufhin testen und anpassen. Das Ergebnis sind stabile, praxistaugliche Open-Source-Systeme. Dazu gewähren Enterprise-Anbieter Langzeit- und 24-Stunden-Support.

Open Source trägt Unternehmen in die Zukunft

Viele Organisationen des öffentlichen Sektors in Deutschland verfügen über IT-Umgebungen, die ihnen seit Jahren treu dienen. Eine digitale Transformation Schritt für Schritt in Richtung DevOps und Cloud-Infrastruktur ist einfach möglich. Enterprise-Linux-Anbieter können hier wertvolle Unterstützung leisten. Denn die digitale Transformation und DevOps basieren auf Open Source; und Linux ist das Vehikel, in dem Open Source ins Unternehmen getragen wurde. Enterprise Linux bildet daher die Brücke zwischen Innovation und stabilen Lösungen. Mit einem offenen Open-Source-Ansatz im öffentlichen Sektor können Behörden so leichter und besser transformieren und erreichen die notwendige Agilität sowie mehr Raum für Innovationen.

Der Artikel ist ein Gastbeitrag von Achim Gebhardt, verantwortlich für den Direktvertrieb bei SUSE in Deutschland.

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