Karte Sicherheit; Disy; Verwaltung; Geo
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Netzwerkanalyse, Zeitreihe, Histogramme

Mit modernen Geo-Analytics-Methoden auch gegen kriminelle Bandenstrukturen

Wenn die Daten einen geografischen Kontext haben, ist die Visualisierung in interaktiven Karten ein mächtiges Werkzeug, um Zusammenhänge darzustellen. Schon im Jahr 1854 hat der Arzt Dr. John Snow mit seiner berühmten "Ghost Map", in der er die Verteilung der Cholerafälle im Londoner Stadtteil Soho kartierte, den Zusammenhang zwischen Cholera und Trinkwasser visualisiert und somit aufgedeckt.

Neben geografisch abzuleitenden Zusammenhängen können in den Daten aber auch abstraktere Abhängigkeiten modelliert sein. Besonders interessant sind Daten, die Beziehungen in netzwerkartigen Strukturen dokumentieren, in denen zeitbezogene Handlungen geschehen. Solche Daten hat man oft in der Kriminalistik, wenn Tatorte und Beweismittel miteinander in Beziehung gesetzt werden, um Muster aufzuzeigen und so Tathergänge zu rekonstruieren, aber auch bei Finanztransaktionen und Kundenbeziehungen sowie der Dokumentation von Kapitalverflechtungen.

Dr. John Snow zeigte mit seiner "Ghost Map" schon 1854 den Zusammenhang zwischen Cholera und Trinkwasser in London.
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Eine „lebendige“ Vorstellung kreieren

Selbst geübte Experten müssen sich intensiv mit den Daten auseinandersetzen, um eine lebendige Vorstellung von den Eigenschaften des darin enthaltenen Netzwerks zu gewinnen und den gesuchten oder vermuteten Vorgang zu erkennen und herauszuarbeiten. Auch hier ist die entscheidende Frage, wie sich das komplexe Netzwerk so darstellen lässt, dass seine wesentlichen Eigenschaften gut lesbar werden.

Die entscheidende Frage lautet, wie sich komplexe Netzwerke so darstellen lassen, dass ihre wesentlichen Eigenschaften gut lesbar werden.

Stärken zweier Anwendungen vereint

Für solche Aufgaben gibt es zahlreiche Softwaretools mit unterschiedlichem Funktionsumfang – so zum Beispiel das weltweit führende Tool „IBM i2 Analyst’s Notebook“ (ANB), für das Disy jetzt eine Schnittstelle zu Cadenza entwickelt. Die Cadenza-Plattform zählt zum Standardwerkzeug für Data Analytics, Reporting und GIS und wird bei Bundes- wie Landesbehörden deutschlandweit eingesetzt.

Die Stärken beider Anwendungen werden damit kombiniert nutzbar und die Möglichkeiten von Analysespezialisten z. B. im Bereich Innerer Sicherheit erweitert. Kriminelle, netzartige Strukturen lassen sich so im geografischen Kontext darstellen, detailliert analysieren und als Berichte bereitstellen.

Die mehrdimensionalen Analysen erfolgen auf Basis von Entity-Link-Property-Modellen (ELP) und können auf verschiedene Arten stattfinden.

Visuelles Interface – netzartige Strukturen aufdecken

Mit ANB können Daten aus verschiedenen Quellen in einer homogenen Visualisierungsoberfläche zusammengeführt werden. Sowohl die Sichtung der Daten als auch die Analyse geschieht über ein visuelles Interface. Innerhalb kurzer Zeit zeigen sich so die versteckten Zusammenhänge und Muster. Diese mehrdimensionalen Analysen erfolgen auf Basis von Entity-Link-Property-Modellen (ELP) und können auf verschiedene Arten stattfinden.

Netzwerkanalyse, Zeitreihe, Histogramme

Zum einen bietet ANB die Möglichkeit der Netzwerkanalyse. Hierbei werden Entitäten und deren Relationen in einem ELP-Schema erfasst und können in einem Graphen dargestellt werden.

Des Weiteren können mit ANB Zeitreihenanalysen durchgeführt werden, die immer dann sinnvoll sind, wenn die Visualisierung eines zeitlichen Ablaufs oder Verlaufs einen zusätzlichen Erkenntnisgewinn verspricht. Eine dritte Variante – neben Netzwerkanalyse und Zeitreihe – sind Histogramme, die eine simple, aber effiziente Methode darstellen, um einen schnellen Überblick über die Häufigkeitsverteilungen innerhalb der Daten zu bekommen.

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