Preisverleihung 17. eGovernment-Wettbewerb
© Wegweiser Media & Conferences GmbH / Kurc
SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Die Preisverleihung des 17. eGovernment-Wettbewerbs

"Schnelle Zeiten brauchen Vorreiter" - Prof. Dr. Helge Braun

Beim eGovernment-Wettbewerb werden jedes Jahr herausragende Projekte in öffentlicher Organisation in vier Kategorien geehrt. „Der digitale und gesellschaftliche Wandel fordert von der öffentlichen Verwaltung neue Lösungen. Gefragt sind gute Ideen. Viele davon sehen wir jedes Jahr beim eGovernment-Wettbewerb und sind beeindruckt“, meint Dr. Johannes Ludewig, Programmbeirat des Zukunftskongresses und Vorsitzender des Nationalen Normenkontrollrats.
Helge Braun
Prof. Dr. Helge Braun eröffnete die Verleihung mit einer Videobotschaft.
© Wegweiser Media & Conferences Gmbh / Kolberg

Auf www.egovernment-wettbewerb.de konnten Präsentationen zu den verschiedensten Projekten hochgeladen werden. Die schlussendlichen Gewinner kürt eine unabhängige Jury bestehend aus Franz-Reinhard Habbel (Publizist und Autor, ehemals Sprecher des DStGB und Gründer Innovators Club), Manfred Klein (Redaktionsleiter, eGovernment Computing), Prof. Dr. Maria Wimmer (Forschungsbereich Ver­wal­tungs­infor­matik, Universität Koblenz-Landau) Cédric Roy (Leiter der Geschäftsstelle E-Government Schweiz) und Christian Rupp (Sprecher der Plattform Digitales Österreich).

Die Gewinner aus 60 Einreichungen wurden am zweiten Kongresstag des diesjährigen Zukunftskongress Staat & Verwaltung verliehen. Die Preisverleihung wurde durch Worte des unter Schirmherrn Prof. Dr. Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramts, eröffnet: „Schnelle Zeiten brauchen Vorreiter“ - Vorreiter wie die 15 Finalisten des dies jährigem eGovernment-Wettbewerbs, dessen beeindruckende Arbeit Braun lobt. „Ich freue mich auf die Dynamik der nächsten Jahre.“ – für diese nennt der Chef des Bundeskanzleramts vor allem Themen wie Blockchain und künstliche Intelligenz zur Prozessoptimierung in der Verwaltung.

Moderatoren eGovernment-Wettbewerb
Jon Abele (BearingPoint) und Christian Korff (Cisco System) leiteten durch die Veranstaltung
© Wegweiser Media & Conferences GmbH / Kurc

Gold:

EKONA mit der Schnittstelle für Nutzerkonten KOLIBRI - Bayerisches Landesamt für Steuern

 

Silber:

 „Zentrale Rechnungseingangsplattformen, Bund-Bremen-Kooperation E-Rechnung“  - Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, das Bundesministerium der Finanzen und Die Senatorin für Finanzen, Freie Hansestadt Bremen

 

Silber:

„50x1101 - Nutzerzentrierte Standardprozesse für Baden-Württemberg“ - Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg

 

Beste Konzeption zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes

Für den 17. eGovernment-Wettbewerb wurde ein weiterer Preis für die beste Konzeption zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes eingeführt. In dieser Kategorie werden innovative, nutzerfreundliche und vor allem realisierbare Konzepte geehrt, welche die Verbesserung der Online-Verfügbarkeit von Verwaltungsleistungen thematisieren. Hier liegt ein Fokus darauf das Onlinezugangsgesetz 2017 nach vorne zu bringen und zu fördern.

„Noch 1055 Tage bis OZG umgesetzt sein soll“, erinnert Jury-Mitglied Franz-Reinhard Habbel, bevor er den Preis vergibt.

»

Noch 1055 Tage bis das OZG umgesetzt sein soll.

«

Das Gewinnerprojekt  „EKONA mit der Schnittstelle für Nutzerkonten KOLIBRI“ stammt aus bayerischem Hause und schafft eine digitale Identität für Bürger und Unternehmen. Die Prozesse adaptieren Verfahren aus dem eCommerce-Bereich und sind enorm nutzerfreundlich. Die hohe Nutzerfreundlichkeit sei das, was die Jury überzeugt hätte, so Habbel.

Silber gibt es für die Einführung einer zentralen Rechnungseingangsplattform und damit einer einheitlichen Rechnungsdienstleistung aus einer Kooperation von Bund und dem Land Bremen sowie dem Projekt 50x1101, welches 50 Online-Verwaltungsdienstleistungen für 1101 Kommunen in Baden-Württemberg bereitstellen möchte.

Gold:

„Sprachbiometrie“- Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Silber:

„Gründerplattform“ -Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Bronze:

 „Elektronische Gründung“ - Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (Österreich)

Bestes Digitalisierungsprojekt

Diese Kategorie zeichnet außergewöhnliche und konsequente Ansätze aus, welche zur Digitalisierung der Verwaltung beitragen. Beispiele sind die Digitalisierung von Fachverfahren und Prozessen, der Einsatz von AI in Verwaltungsvorgängen und Einführung von medienbruchfreien Verfahren.

Das Gold-Projekt ist das Sprachbiometrie-Assistenzsystem des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, welches die Identifikationsüberprüfung unterstützt. Das auf KI-basierende System kann Rückschlüsse vom Dialekt auf die Herkunft einer Person schließen und so bei Entscheidungsprozessen helfen. Die Projekte, denen Silber und Bronze verliehen wurde, begleiten Gründer beim Aufbau ihrer Existenz.  „Gründerplattform“ -Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die deutsche Variante wurde mit Silber ausgezeichnet, das österreichische Pendant „Elektronische Gründung“ mit Bronze.

Bestes Modernisierungsprojekt

Ob die Einführung eines zielorientierten Veränderungsmanagements, partizipative Ansätze für die Einbindung von Mitarbeitern oder Modelle zur Nachwuchsgewinnung – die Initiative mit dem größten Modernisierungsbeitrag gewinnt den Preis für das beste Modernisierungsprojekt. Kern ist hier nicht die Informationstechnik sondern die Organisation und sonstiger Umfang des Projektes.

Gold ging an das Projekt „KLAR (KaisersLauternAnalyseRecherche)“ der Stadtverwaltung Kaiserlautern – ein Informationszustellungssystem für Führungskräfte, welches diese bei der Entscheidungsfindung unterstützt. Für die Stadt werden umfangreich Daten gesammelt und präpariert, sodass mit „Wissen statt Bauchgefühl“  verwaltet werden kann: „Ein zukunftsweisendes Projekt“, meint Jury-Mitglied Habbel.

 

»

Ein zukunftsweisendes Projekt

«

Für die „Gewinnung, Einarbeitung und Bindung von mehr als 260 neuen Mitarbeiter/-innen seit 2016“ wurde dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Silber verliehen. Hier wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt, welches das BSI als attraktiven Arbeitsgeber positioniert. Der Bronze-Gewinner, die Staatskanzlei Schleswig-Holstein, hat in Ihrer „Konzeption und Durchführung einer landesweiten Nachwuchskräfte-Werbekampagne für den Arbeitgeber Land Schleswig-Holstein“ einen partizipativen Ansatz verfolgt, um eine heterogene Zielgruppe anzusprechen und die Sichtbarkeit des Landes als Arbeitgeber zu verbessern.

Kooperationsprojekt
Die Gewinner der Kategorie "bestes Kooperationsprojekt"
© Wegweiser Media & Confrences GmbH / Kurc

Gold:

„Wasser-DE  Kooperatives Informationsmanagement in der Wasserwirtschaft“-  Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA)

Silber:

„IT-Verfahren Online Sicherheitsprüfung (OSiP)“ - Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NordrheinWestfalen

Silber:

 „eUmzugCH“- Schweizerische Informatikkonferenz / eOperations Schweiz

Bestes Kooperationsprojekt

Beim besten Kooperationsprojekt wird die Ausgestaltung effizienter und innovativer Kooperationsstrukturen bewertet. Hauptaugenmerk liegt hier auf die Herausstellung der Vorzüge der Partnerschaft. Diese anfangs wenig bediente Kategorie erfreut sich mittlerweile zahlreichen Einreichungen: „Der Geist der Kooperationen ist vorangekommen“, so Jon Abele von Bearing Point, welche den Wettbewerb ausrichten.

Das Gold-Projekt „Wasser-DE  Kooperatives Informationsmanagement in der Wasserwirtschaft“-  führt Informationen, Daten und Dienste rund um Wasser zusammen und stellt diese Daten den Ländern zur Verfügung. Mit dem „IT-Verfahren Online Sicherheitsprüfung (OSiP)“ konnten sich das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen die Silber-Medaille sichern. Mit diesem Verfahren können Zuverlässigkeitsprüfungen von Sicherheits- und Genehmigungsbehörden medienbruchfrei ausgeführt werden. Der Entscheidungsweg konnte von mehreren Wochen auf 2 bis 4 Tage reduziert werden. Bronze gewann die Schweizerische Informatikkonferenz in Kooperation mit eOperations Schweiz für „eUmzugCH“– ein Tool um die Verwaltungsbelange eines Umzuges vollständig online durchzuführen.

Infrastrukturprojekt
Die Gewinner der Kategorie "bestes Infrastrukturprojekt"
© Wegweiser Media & Conferences / Kurc

Gold:

„Virtual und Augmented Reality im Hamburger Hafen“- Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg

Gold:

„Verkehrssicherheitsscreening Baden-Württemberg“- Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

Bronze:

 „Kundenportal der bayerischen Handwerkskammern“-Handwerkskammer für München und Oberbayern

Bestes Infrastrukturprojekt

Beim besten Infrastrukturprojekt werden agile IT-Infrastrukturmodelle und deren innovativer Einsatz zur Verbesserung oder Effizienzsteigerung von eGovernment-Prozessen geehrt. In dieser Kategorie wurden gleich zwei Projekte mit Gold geehrt. Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg wurde für ihre Einreichung „Virtual and Augmented Reality im Hamburger Hafen“ ausgezeichnet. Mithilfe einer virtuellen Perspektive in Verbindung mit realer Umgebung können die Arbeitsprozesse im Hafen sichtbar gemacht und so effizienter gestaltet werden. Ebenfalls Gold konnte sich „Verkehrssicherheit Baden-Württemberg“ sichern. Verschiedene Verwaltungsbereiche wurden auf einer Internetplattform zusammengeschlossen – hier können Fälle dokumentiert und Verkehrsdaten gesammelt werden, um so eventuelle zukünftige Verkehrsunfälle zu vermeiden. Der Bronzepreis der Kategorie wurde an die Handwerkskammer für München und Oberbayern für das „Kundenportal der bayrischen Handwerkskammern“ verliehen. Dieses stellt einen Funktionskatalog zusammen, ermöglicht den Kunden direkten Zugriff auf Ihre Daten und verbessert so die allgemeine Kommunikation der Handwerkskammern.

Bis zum 03.08.2018 können Nutzer selbst für ihr Favoriten-Projekt abstimmen. Der Gewinner des Votings erhält den Publikumspreis und wird am 07.September geehrt.

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Moderne E-Akte für Bund, Länder und Kommunen

Ceyoniq Technology erweitert nscale eGov

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

KI in der öffentlichen Verwaltung

Das Digitale muss dem Analogen dienen

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Gegenwart und Zukunft von Smart City und Smart Rural Areas

Ein Resümee der Experten

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Viel Zeit bleibt nicht. Eigentlich.

Digital-Staatsministerin Bär: Koordinierung zwischen Bundesressorts notwendig / „Digitale Umsetzung“ statt „Digitaler Agenda“

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Mit Daten smarter steuern und planen

Städte, Kreise und Gemeinden besitzen große Datenbestände / Intelligent vernetzt entfalten sie ihr volles Potenzial

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

"Das hätte nach klassischer Methode nicht funktioniert!"

Atassi: M-Government verändert die Spielregeln / Erst die Bürger, dann die Technik

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Die Preisverleihung des 17. eGovernment-Wettbewerbs

"Schnelle Zeiten brauchen Vorreiter" - Prof. Dr. Helge Braun

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Alles auf Innovation und Agilität

Staatssekretär Vitt erläutert „Think and Do Tank“ / BMI und BMVg planen „Agentur für Disruptive Innovationen“

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

„IT-Programme mit sichtbaren Ergebnissen zu Ende bringen“

Kongressauftakt |Peter Batt: erstmals muss die jüngere der älteren Generation helfen / Dr. Klaus von Dohnanyi: mehr Mut, Fehler zu machen!

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Eine selbstkritische Betrachtung der Digitalisierung

Und der Mensch schuf die Informationstechnologie in 6 Tagen – am Sonntag war er nutzlos

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

„Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen“

Die Herausforderungen und Chancen von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Fernzugriff: aber sicher!

Innovative Lösungen ermöglichen im öffentlichen Sektor die Umsetzung von Tele- und Heimarbeitsplätzen, ohne dabei die Sicherheit zu vernachlässigen

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Ein Framework für digitale Transformationsprojekte in der öffentlichen Verwaltung

Hilfestellung für die strategische Analyse und agile Planung und Steuerung von Projekten

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Container-Apps ermöglichen pragmatische Sicherheit

Private und dienstliche Daten und Anwendungen strikt voneinander isolieren – auf ein und demselben mobilen Gerät

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Smart City & Smart Rural Areas

Mit neuer Dynamik vom Verwalter zum digitalen Gestalter?

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Behörden und Entrepreneure müssen aufeinander zugehen

Startups beschleunigen die Digitalisierung der Ämter / Arbeitsagentur kooperiert mit Einzelhandel bei Finanztransaktionen

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Dreimal so schnell mit ASYL Online

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge steigert Performance und Transparenz für die Registrierung

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

„Das war mal etwas anderes!“

Barcamp U30 – „jüngster“ Auftakt zum 6. Zukunftskongress / Bunt, leger, weiblich und schon ganz schön professionell / 100 Teilnehmer ließen die Köpfe rauchen

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

Einführung einer zentralen E-Akte

Eine aktuelle Einsicht in die Prozesse

SERIE: Rund um den 6. Zukunftskongress Staat und Verwaltung

„Den aktuellen Stand und das richtige Tempo für die eigene Behörde finden“

Reifegradmodell zeigt individuelle Schritte zur digitalen Weiterentwicklung / Interview mit Gartner-Analyst Mickoleit

Wir erwarten, dass zu vielen Themen unseres Journals bei Ihnen der Wunsch besteht, sich auszutauschen. Daher planen wir eine Kommentarfunktion für unsere registrierten Leser.