Tastatur, auf einer Taste steht E-Governance
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Turbo für die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen

FIM modellieren, adaptieren und produktiv setzen

Das Steuerungsprojekt des IT-Planungsrates „Föderales Informationsmanagement (FIM)“ und das 2017 in Kraft getretene Onlinezugangsgesetz (OZG) stellen Bund, Länder und Kommunen vor die Herausforderung, ihre Verwaltungsleistungen spätestens bis zum Jahr 2022 online bereitzustellen.

Christian Zimmermann

FIM dient als Grundlage, um Informationen zu Fachverfahren, einheitliche Datenfelder für Formularsysteme sowie standardisierte Prozessvorgaben für den Verwaltungsvollzug bereitzustellen. Kern des FIM ist ein Baukasten mit standardisierten Einzelelementen, mit dem eGovernment-Anwendungen über alle föderalen Ebenen hinweg umgesetzt werden sollen.

Die Umsetzung von Verfahren für FIM stellt für die Verwaltung eine große Herausforderung dar. Heute existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Prozesse. Eine Methodik zur Einführung von FIM fehlt jedoch. Für die vom OZG geforderte technische Implementierung ist wenig Unterstützung vorhanden, und die Implementierung von Fachverfahren ist nicht durch technische Templates gesteuert. Lange Implementierungszeiten und hohe Kosten sind die Folge. Angesichts dieser Situation haben Bund, Länder und Kommunen eine Reihe von Anforderungen an eine Lösung zur Umsetzung von Vorhaben gestellt. Eine Plattform, die Projekte für FIM/OZG unterstützt, sollte folgendes leisten:
 

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• die Transformation von Verwaltungsprozessen in ein technisches, ablauffähiges Modell (BPMN 2.0)

• die Unterstützung einer geeigneten Methodik zur Einführung von FIM

• den Rollout von Bundes- und Ländervorgaben für Länder und Kommunen

• die Darstellung der vorhandenen Prozesse und Ergänzung von Leistungsbeschreibungen, Formularen und Prozessen

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Die Software AG unterstützt diese Anforderungen mit „ARIS for FIM“ (ARIS4FIM) - einer Erweiterung der in der Verwaltung eingesetzten ARIS-Plattform. Mit ARIS4FIM kann die Verwaltung einfach eine Brücke schlagen zwischen den standardisierten Leistungsbeschreibungen in FIM und den OZG-Services, die zu digitalisieren sind. Neue eGovernment-Services für Bürger und Unternehmen können so mit den dokumentierten Prozessen schnell und transparent bereitgestellt werden. Unternehmen sparen mit neu implementierten Verwaltungsprozessen Zeit und Kosten.  Die Verwaltung ihrerseits reduziert manuelle Aktivitäten und kann sich auf fachlich anspruchsvolle Verwaltungsaufgaben konzentrieren.

E-Government ist mindestens so seriös und schützenswert ist wie Online-Banking.
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Mit ARIS4FIM bekommt die deutsche Verwaltung ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie die verschiedenen Anforderungen erfolgreich meistern kann. Behörden, die bereits ARIS im Einsatz haben, können ihre Installation einfach um ARIS4FIM erweitern und erhalten so eine Modellierungssoftware für FIM-Projekte mit folgenden Leistungen:

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  • Abbildung der FIM-Methodik in ARIS
  • Standardisierte Bausteine mit der Möglichkeit der Ausgestaltung im Hinblick auf Digitalisierung und Automation
  • Synergieeffekte durch übergreifende Nutzung der landesspezifischen und kommunalen Prozess-Referenzdatenbanken
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Durch den Einsatz von ARIS4FIM wird die Bereitstellung neuer eGovernment-Verfahren beschleunigt. Für eine effiziente und effektive Umsetzung des OZG ist es zudem erforderlich, die Interoperabilität, d.h. den Austausch von Informationen, zwischen den Fachverfahren sicherzustellen. Eine Integrationsplattform wie webMethods von der Software AG unterstützt die Automatisierung der Fachverfahren sowie ihre Integration mit bestehenden isolierten Datentöpfen und anderen IT-Verfahren.

Manuelle Verfahrensschritte können so effizient digitalisiert werden. Mit standardisierten Schnittstellen der Backend-Systeme, die auch nachträglich über APIs bereitgestellt werden können, lassen sich digitale Lösungen wie Verwaltungs-Apps oder Services in Portalen auch mit der Integration von Daten aus operativen Systemen herstellen. Die Digitalisierung der Prozesse ermöglicht eine schnelle Bearbeitung eines Vorgangs und ein zeitnahes Ergebnis wie beispielsweise einen positiven Bescheid für den Bürger.

Für die erfolgreiche und effiziente Umsetzung von eGovernment-Anwendungen sind Plattformen für die Digitalisierung, Modellierung und Implementierung von Fachverfahren unerlässlich. Zentrale Komponenten sind Prozesse, Methoden, Bausteine und Tools rund um FIM sowie eine Plattform für die Integration von Prozessen und Daten über IT-Verfahren und Behörden hinweg.  Nur so lassen sich moderne Verwaltungsleistungen für Bürger, Behörden und die Wirtschaft schnell und im Rahmen der verabschiedeten Budgets bereitstellen.

„Smart Governance durch SDDI-Pilotkommunen – Teil 2: Die Geschäftsmodellentwicklung einer Datengenossenschaft“

Von Prof. Dr. rer. pol. Christian Schachtner, Studiengangleiter Public Management der IUBH Internationale Hochschule

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